Wie geht es weiter nach dem Kollaps des Weltfinanzsystems?

Weltwirtschaft und sonstige attac-Themen

Wie geht es weiter nach dem Kollaps des Weltfinanzsystems?

Beitragvon initiative vernunft » 09.10.2008, 22:38

Wie geht es weiter nach dem Kollaps des Weltfinanzsystems?

Einige stellen sich in diesen aussergewöhnlichen Tagen bereits die Frage: "Wie geht es weiter nach dem Kollaps des Weltfinanzsystems?"

Die Redaktion von initiative vernunft hat sich dazu auch Gedanken gemacht, und kommt zu einem klaren Verdikt:

Auf keinen Fall dürfen die Urheber der bewusst herbeigeführten und getimeten Krise von dieser noch profitieren. Die Machtballungen infolge des unsäglichen Zinseszinses müssen ein endgültiges Ende finden. Befreiung ist angesagt!

Das Zinsgeldsystem gehört abgeschafft. Geld als Tauschmittel für Realgüter darf kein weiteres mal pervertiert werden.

Funktionierende Alternativen gibt es genug! Eine kleine Zusammenstellung hier:


Aufblühende Freigeldwirtschaft oder künstliche Geldverknappungs- und Zinsknechtschaft?
http://initiativevernunft.twoday.net/stories/5061064/


Welches Gemeinwesen wagt es, den ersten Schritt gegen das Hochfinanz-Kartell, gegen das schwer zu durchschauende Feudalwesen zu machen?

Das ist die entscheidende Frage.

Bleibt dieser Befreiungsschritt aus; dann stürzen wir spätestens in 60, 70 Jahren - eher vorher - in die nächste Hyperinflation. Dazwischen malochen die Menschen (die zu höherem geboren wurden) ihre wertvolle Lebenszeit in einem neu aufgesetzten Geldabschöpfsystem ab, in welchem lediglich die Währung neu aussieht und das Leiden wie zuvor weitergeht. Das ist die bittere Wahrheit.


Es wird in allen Medien seit ein paar Tagen vermehrt unterschieden zwischen "Realwirtschaft" und "Finanzwirtschaft". Wenn erstere "real", wirklich ist, ist dann die letztere etwa "unwirklich"?. - Ja genau!, denn richtigerweise handelt es sich bei der "Finanzwirtschaft" genau genommen und eine "Irrealwirtschaft". EINE "WIRTSCHAFT", DIE SICH VON DEN MENSCHEN ENTFERNT HAT, DIESE NUR AUSNIMMT, UND ES DARUM NICHT MEHR GEBEN DARF!


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Re: Wie geht es weiter nach dem Kollaps des Weltfinanzsystem

Beitragvon pandora » 10.10.2008, 13:16

initiative vernunft hat geschrieben:Welches Gemeinwesen wagt es, den ersten Schritt gegen das Hochfinanz-Kartell, gegen das schwer zu durchschauende Feudalwesen zu machen?
Das ist die entscheidende Frage

Ja, das ist die entscheidende Frage und das ist die Antwort:
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Gut nachrechnen!

Beitragvon Lupo03 » 10.10.2008, 19:50

1929 gab es anschließend zwei Blöcke, die sich austricksen wollten. In einem kam 1933 so einer hervor, der aber in Basel bei der IBZ weiterpokerte. So mutierte er dann zum GröFaZ. Roosevelts New Deal sorgte erst mal für Luft. Weil das mit dem Zinsknechtschaftsbekämpfer aber nicht klappte, wurde ab 1945 das mit dem Marshallplan nachgeholt. Alles war in Butter. Bis das Monster sich bis heute aufblähte um nun wieder zu platzen. Doch nun gibt es keine zwei Blöcke mehr, sondern alles ist globalisiert. Die Zeiger der Uhren zurückdrehen wollen, sich in Regionalismus verkriechen wollen, der Zug ist abgefahren. Es stehen 6 Milliarden Menschen zehn Millionen Millionäre und Milliardäre gegenüber. Letztere erklären gerade ihren Bankrott.
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Re: Wie geht es weiter nach dem Kollaps des Weltfinanzsystem

Beitragvon Fabcaesar » 11.10.2008, 06:34

Hallo Initiative,
initiative vernunft hat geschrieben:Wie geht es weiter nach dem Kollaps des Weltfinanzsystems?

Einige stellen sich in diesen aussergewöhnlichen Tagen bereits die Frage: "Wie geht es weiter nach dem Kollaps des Weltfinanzsystems?"

Die Redaktion von initiative vernunft hat sich dazu auch Gedanken gemacht

Grundsätzlich hab ich auf die Ideen und Aussagen, die auf der Homepage der Initiative verbreitet werden schon geantwortet und zwar hier: Antwort auf Initiative Doch leider hab ich damals keine Antwort erhalten.

, und kommt zu einem klaren Verdikt:

Auf keinen Fall dürfen die Urheber der bewusst herbeigeführten und getimeten Krise von dieser noch profitieren.

Wer hat die Krise denn wie bewusst (!) herbeigeführt? Ich stimme dir aber zu, dass wir nun aufpassen müssen, dass die Krise nicht zur von Naomi Klein beschriebenen Schock-Therapie führt. Nachzulesen in ihrem Buch oder kurz hier: Naomi Klein in „Europa im Blick“. Andererseits bietet sich nun auch die Chance zu einer sozialen Marktwirtschaft zurück zu kehren.

Die Machtballungen infolge des unsäglichen Zinseszinses müssen ein endgültiges Ende finden. Befreiung ist angesagt!
Das Zinsgeldsystem gehört abgeschafft. Geld als Tauschmittel für Realgüter darf kein weiteres mal pervertiert werden.

Funktionierende Alternativen gibt es genug! Eine kleine Zusammenstellung hier:


Aufblühende Freigeldwirtschaft oder künstliche Geldverknappungs- und Zinsknechtschaft?
http://initiativevernunft.twoday.net/stories/5061064/

Siehe meine Antwort oben, oder so ich ausführlich auf jede der „funktionierenden Alternativen“ eingehen? Also entweder schaffe ich Geld und Eigentum ab, führe also eine Art Sozialismus ein (vielleicht funktioniert eine Neuauflage mit echter demokratischer Kontrolle ja) oder aber ich bleibe bei einer Marktwirtschaft mit Eigentum, dann kann ich den Zins aber nicht abschaffen – was die meiste Freigeldbefürworter auch gar nicht vorhaben.

Bleibt dieser Befreiungsschritt aus; dann stürzen wir spätestens in 60, 70 Jahren - eher vorher - in die nächste Hyperinflation.

Wodurch kommt es denn dann zur Hyperinflation und wieso in 60 oder 70 Jahren?

Dazwischen malochen die Menschen (die zu höherem geboren wurden) ihre wertvolle Lebenszeit in einem neu aufgesetzten Geldabschöpfsystem ab, in welchem lediglich die Währung neu aussieht und das Leiden wie zuvor weitergeht. Das ist die bittere Wahrheit.

Also ich habe nicht den Eindruck, dass die große Mehrheit der Menschen in den entwickelten Ländern leidet. Die Situation hat sich für viele in den letzten Jahren verschlechtert, ja, doch wieso sollte es nicht möglich sein, zu einer gerechteren Verteilung zurück zu kommen?


Beste Grüße
Fabcaesar
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Re: Wie geht es weiter nach dem Kollaps des Weltfinanzsystem

Beitragvon Mario Ledermann » 02.11.2008, 18:23

initiative vernunft hat geschrieben:Das Zinsgeldsystem gehört abgeschafft. Geld als Tauschmittel für Realgüter darf kein weiteres mal pervertiert werden.


Glaubt Ihr im Ernst, die Abschaffung des Zinsgeldsystems sei ein Allheilmittel für unsere Wirtschaft?


Gruß
Mario
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Beitragvon Eremit » 08.11.2008, 00:37

Wie geht es weiter nach dem Kollaps des Weltfinanzsystems?

optimistisch:
Die G20 einigen sich auf wirkungsvolle Regularien welche die anhaltende
Geldverteilung von unten nach oben stoppt bzw. umkehrt, Offshore-Banken
schließt und dem Finanzsektor den aktuellen Machtüberschuß entzieht.

pessimistisch:
Die G20 bescheren uns eine Weltbehörde die der Kontrolle (der Banken)
der Industrienationen unterliegt und vergrößern damit die Anzahl der
Millionäre und im gleichen Verhältnis die Anzahl der Mittellosen.
Globale militärische Konflikte um das Überleben ganzer Volker und eine
Reduktion der Weltbevölkerung durch Hunger und Krieg wären die Folge.

Ich sehe in all diesen 'Entscheidern' keinen, der ernsthaft an einer
Verbesserung der Situation interessiert ist, im Gegenteil! Ich befürchte,
daß ein Weg gefunden wird, der Öffentlichkeit im ersten Schritt eine
globale Kontrollinstanz schmackhaft zu machen um anschließend eine
Weltwährung einzuführen. Dies wäre ein äußerst wirkungsvolles Mittel.
'abtrünnige' Staaten die tatsächlich ein demokratischen Weg einschlagen,
unter Druck zu setzen, auszugrenzen und zu boykottieren.


Viele Grüße
Eremit
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