Stamokap

Weltwirtschaft und sonstige attac-Themen

Stamokap

Beitragvon Lupo03 » 17.10.2008, 11:11

Übersetzt: staatsmonopolistischer Kapitalismus. Erfunden von Verstaatlichern, die da meinen der sozialistische Himmel kommt vom Staat. Erinnern wir uns, 1933 fand ein Staatsstreich statt, wo viele meinten nun kommt der Himmel auf Erden. Diese Saison ist wiedergekehrt. Angesichts des Bankrotts des Kapitals kommen die Quacksalber wieder aus ihren Löchern. Die Gelddruckmaschine wird angeworfen, das Sparscherflein geklaut, und alles soll wieder glänzen. Nun wissen wir aber mit Steuern einsaugen ist nichts gerichtet. Mit Gürtel enger schnallen ist der Gürtel geplatzt. Kurz der Wirtschaftskreislauf hat den altbekannten Infarkt bekommen. Das Blut/Geld ist zum Stillstand gekommen. Es wird hier spekuliert, Marktwirtschaft ohne Überproduktion. Nun ist aber Geld in die Überproduktion geraten. Unvorstellbare Mengen flitzen um den Globus bei der Jagd nach Profit. Geld mit Geld verdienen.
Doch Geld ist und bleibt ein Zahlungsmittel, ein Äquivalent für Arbeit. Sollte es. Doch mit der Arbeit ist das so ein Ding. Die EU besitzt allein 60 Millionen Arbeitslose. Der größte Batzen im Bundeshaushalt ist für Arbeit und Soziales, dient der Alimentierung derer ohne Arbeit. Deswegen, nicht weil sie faul sind, sondern weil der Wirtschafrtsguru Keynes predigte so zwischen 20 und 60 % Arbeitslose sind notwendig um den Kapitalismus am Leben zu halten. Und sieht man sich den Globus an, so erfüllen viele Länder diesen Standard und siehe da, der Mammon rauschte nur so in die Kassen. Bis, ja bis der Teufelskreis zerbarst. Was war geschehen? All die hübschen Dinge aus den Fabriken kamen nicht mehr an den Mann, so warf man Geld unter die Armen, damit sie sich Häuser, Autos und vieles mehr kaufen konnten auf Pump. Der Staat pumpte, alles pumpte und pumpte. Deficit spending. Schulden wurden verhökert, Bilanzen damit frisiert. Dabei bissen den Letzten die Hunde. Dabei hatte man nur hundsgemeinen Kapitalismus betrieben. Der aber heißt Profitmachen. Es gibt in der Wirtschaft immer Ungleichheiten, Sommer und Winter,
Saat und Ernte. Doch die Profitarithmek der geraden Linie nach oben unterliegt auch qualitativen Sprüngen. Karl Marx wird nun wieder modern. Doch ausgerechnet aus dem Stall haben sich Quacksalber mutiert die sich in tiefschürfenden Interpretationen ergangen haben, die da heißen Stamokap. Und so macht unsere gelernte DDR-Bürgerin genau das, was sie gelernt hat, nämlich die Staatsschatulle auf, natürlich mit ungedeckten Schecks, um die Geschicke dieses Landes und noch meh zu meistern. Doch hätte sie das Ende ihrer Republik abgewartet und daraus die Lehren gezogen, nämlich dort den Bankrot des Stamokap, dann ginge es uns besser. Seit 50 Jahren wird in dem Reich der neuen Zaren Gulasch gepredigt mit dem Erfolg, daß die Mäusee in den leeren Kornspeichern sich die Nase wundstoßen, mit Marx rumgewedelt wird mit dem Ergebnis, daß wegen leerer Regale massenhaft die Arbeiter und Bauern aus ihrem Paradies mit den Füßen abstimmen.
Und nun praktiziert sogar Uncle Sam Stamokap.
Ist die frohe Kunde gar über den Teich gerauscht? Lafontaine klopft sich auf die Brust, habe ich immer gesagt, Schröder wollte keinen Stamokap. Aber in Berlin machen wir schon mal Probelauf im Senat. Man sieht, die Mode ist zwar im Ostblock bankrott genangen, aber wieder aufwärmen, kann vielleicht doch noch schmecken.
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